
- NadjaLuge
Warum tue ich mir das eigentlich an? Über Selbstständigkeit, Zweifel und mein Warum
Blogparaden sind eine tolle Möglichkeit, Themen aus einer neuen, eigenen Perspektive aufzugreifen. Aber wie bei jedem Blogartikel schaue ich auch hier genau hin: Ist das Thema für meine Leser*innen und Wunschkund*innen relevant? Und habe ich wirklich Lust etwas dazu zu schreiben?
Bei der Blogparade „Warum tue ich mir das eigentlich an?“ von Céline Tüyeni war die Antwort ziemlich eindeutig. Denn ich frage mich zurzeit immer öfter: Warum bin ich selbstständig, was möchte ich mit meiner Arbeit bewirken und wie möchte ich in Zukunft eigentlich arbeiten?
Selbstständig zu sein ist nicht immer einfach
Ich bin seit fünf Jahren selbstständig. Ursprünglich habe ich mich vor allem dafür entschieden, weil ich Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren wollte.
Ich wollte für meine Kinder da sein können, wenn sie krank sind, die Betreuung ausfällt oder sie Unterstützung in der Schule brauchen. Ohne jedes Mal überlegen zu müssen, wie ich das jetzt mit meinem Job vereinbare.
Diese Freiheit schätze ich bis heute sehr.
Und ich mag noch etwas anderes an meiner Selbstständigkeit. Ich kann mir aussuchen, mit wem ich arbeite. Das klingt vielleicht banal, macht für mich aber einen riesigen Unterschied. Denn wenn es menschlich passt, dann macht die Zusammenarbeit nicht nur mehr Spaß, sondern es entstehen oft auch die besseren Ergebnisse.
Dennoch ist meine Selbstständigkeit nicht immer nur rosig. Ich treffe viele Entscheidungen alleine, trage die Verantwortung für mein Business und muss damit leben, dass sich nicht alles planen lässt. Und gerade verändert sich ziemlich viel in meiner Branche.
KI beeinflusst das Content-Marketing und niemand kann heute genau sagen, wie Menschen in ein paar Jahren nach Informationen suchen oder welche Rolle Google dann spielen wird.
Das beschäftigt mich natürlich sehr. Schließlich unterstütze ich Selbstständige und Unternehmer*innen dabei, mit SEO, Bloggen, Content-Marketing und Pinterest langfristig sichtbar zu werden und zu bleiben.
Gleichzeitig erlebe ich nach fünf Jahren Selbstständigkeit gerade zum ersten Mal eine deutlich ruhigere Phase. Kund*innen überlegen genauer, wofür sie ihr Geld ausgeben. Und bei manchen Menschen ist nach all den Krisen der letzten Jahre schlichtweg auch weniger Geld zum Investieren vorhanden.
Aber „Mimimi“ hilft ja nicht. Und so zu tun, als wäre alles bestens, natürlich auch nicht. 😉
Deshalb nutze ich diese Phase, um genauer hinzuschauen.
Möchte ich in den nächsten fünf Jahren genauso arbeiten wie in den vergangenen fünf? Was möchte ich unbedingt behalten? Was fehlt mir inzwischen? Und könnte ich mir vielleicht sogar vorstellen, wieder Teil eines Teams zu sein und trotzdem selbstständig zu bleiben?
Denn interessanterweise stelle ich dabei gar nicht so sehr infrage, was ich tue. Ich frage mich vielmehr, wie ich es in Zukunft tun möchte. Und damit lande ich bei einer Frage, die für mich gerade super spannend ist:
Was will ich eigentlich wirklich?
Statt nun einen SEO-Blogartikel nach dem anderen zu schreiben oder mein Business an fünf verschiedenen Stellen gleichzeitig zu optimieren, habe ich in den letzten Wochen genauer hingesehen und mich folgendes gefragt: Was fehlt mir eigentlich? Was tut mir gut? Und wovon möchte ich in Zukunft gerne mehr haben?
Eine Antwort darauf kam total schnell:
Ich möchte noch mehr mit Menschen arbeiten. Und zwar in echt und in Farbe 😉.
Nach vielen Jahren im Homeoffice habe ich vor einiger Zeit das Coworking bei FaemHive für mich entdeckt. Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, wie gut mir das tun würde. Mit anderen Selbstständigen an einem Tisch sitzen. Zwischendurch über ein Problem sprechen, gemeinsam Mittag essen oder einfach mitbekommen, woran andere gerade arbeiten.
Ich mag zwar mein Homeoffice. Aber ich merke inzwischen auch, dass mir der Austausch mit anderen Menschen gefehlt hat. Ganz sicher hat sich da in den vergangenen Jahren auch einfach etwas verändert.
Als meine Kinder kleiner waren, war es für mich enorm wichtig, meine Arbeit flexibel um die Familie herum organisieren zu können. Und lange ging es vor allem darum, alles irgendwie unter einen Hut zu bekommen: Kinder, Carearbeit, Kund*innen, meinen Blog und mein eigenes Business.
Und dann ist da natürlich noch KI…
Ich bin schon länger Mitglied bei Mission KI von Tim und Lea und ärgere mich regelmäßig ein bißchen über mich selbst, weil ich die Plattform viel zu wenig nutze. Das möchte ich ändern. Nicht, weil ich jetzt jedem neuen KI-Tool hinterherlaufen will. Im Gegenteil. Ich möchte mir die Zeit nehmen, KI wirklich zu verstehen: Welche Möglichkeiten sind für meine Arbeit sinnvoll? Was verändert sich tatsächlich? Und welchen Platz soll KI künftig in meiner Arbeit haben?
Falls du dich ebenfalls intensiver mit KI beschäftigen möchtest, kann ich dir Mission KI sehr empfehlen. Mir gefällt besonders, dass Tim und Lea auch komplexe KI-Themen verständlich erklären. So kann ich für mich viel besser einschätzen, welche Möglichkeiten wirklich zu mir und meinem Business passen.
Hinweis: Der Link oben zu Mission KI ist ein Affiliate-Link. Ich empfehle Mission KI, weil ich selbst Mitglied bin und die Plattform schätze. Wenn du über diesen Link buchst, erhalte ich eine Provision. Für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten.
Wenn ich all diese Gedanken nebeneinanderlege, fällt mir etwas auf:
Ich möchte meine Neugierde wieder mehr zeigen und so noch offener für neue Ideen und Möglichkeiten sein.
Vielleicht brauche ich auch genau deshalb gerade noch keine fertige Antwort darauf, wie mein Arbeitsleben in fünf Jahren aussehen soll.
Aber ich kann genauer hinschauen, welche Teile davon ich auf keinen Fall verlieren möchte.
Endlich Blogartikel schreiben, die gefunden werden!

Selbstständig sein: Warum tue ich mir das eigentlich an?
Wenn ich die Frage ganz spontan beantworten müsste, wäre meine Antwort vermutlich: Weil ich meine Arbeit wirklich gerne mache.
Aber wenn ich genauer hinschaue, steckt noch etwas anderes dahinter. Egal, ob ich über meine Beratung, meine Blogs oder andere Projekte nachdenke, tauchen immer wieder dieselben Gründe auf.
1. Weil ich Menschen verstehen möchte
Menschen und ihre Geschichten haben mich schon immer fasziniert. Was treibt jemanden an? Wo entstehen Zweifel? Und was braucht jemand, um eine gute Entscheidung treffen zu können?
Genau diese Fragen beschäftigen mich natürlich auch im Marketing.
Für mich beginnt gutes Marketing nicht mit der nächsten Maßnahme. Ich möchte erst verstehen: Wen möchtest du erreichen? Was brauchen die Menschen, die du erreichen möchtest? Welche Fragen stellen sie? Und welcher Weg in die Sichtbarkeit passt zu dir und deinem Business?
Auch SEO ist für mich letztlich genau das. Hinter einer Suchanfrage steckt schließlich ein Mensch, der etwas wissen, verstehen oder entscheiden möchte.
2. Weil ich Zusammenhänge sichtbar machen möchte
Ich höre zu, stelle Fragen, recherchiere, sortiere und erkenne oft Verbindungen zwischen Dingen, die vorher wie einzelne Puzzleteile herumlagen.
Das passiert in meinen Beratungen genauso wie beim Bloggen. Statt einfach die nächste Marketingmaßnahme zu empfehlen, möchte ich verstehen, wie die einzelnen Teile zusammengehören und was davon wirklich sinnvoll ist.
Dahinter steckt für mich immer dieselbe Kette:
Verstehen → Klarheit → Sicherheit → selbstbestimmte Entscheidung.
Ich möchte Menschen nicht sagen, was sie tun sollen. Ich möchte ihnen helfen, so viel Klarheit zu gewinnen, dass sie ihre eigenen Entscheidungen selbstbestimmt und mit einem guten Gefühl treffen können.
3. Weil ich gerne etwas Eigenes gestalte
Mein Blog „Mama im Spagat“ ist dafür wahrscheinlich das beste Beispiel. Was als persönliches Projekt begann, wurde über die Jahre zu einem großen Content-Projekt. Dabei habe ich unglaublich viel gelernt, ausprobiert, wieder verworfen und verbessert.
Genau das macht mir Spaß: eine Idee haben, mich hineindenken und daraus etwas entstehen lassen.
Diese Gestaltungsfreiheit möchte ich nicht mehr missen. Und trotzdem merke ich gerade, dass ich sie vielleicht lange sehr eng mit rein mit der Selbstständigkeit verbunden habe.
Denn muss ich wirklich ausschließlich selbstständig sein, um Menschen zu verstehen, Zusammenhänge sichtbar zu machen und Dinge gestalten zu können?
Genau da wird es für mich gerade interessant.
Vielleicht muss ich mir gar nicht alles antun
Lange war für mich ziemlich klar: Mein Business soll mich tragen, auch finanziell. Schließlich habe ich mich ganz bewusst für die Selbstständigkeit entschieden.
Inzwischen frage ich mich aber immer öfter, warum ich überhaupt in Entweder-Oder denke. So habe ich in den letzten Wochen meine beruflichen Puzzleteile (ja, Carearbeit zähle ich ganz bewusst hier mit) nebeneinandergelegt:
🧩 meine strategische Marketing-Beratung
🧩 meine Blogs
🧩 die Carearbeit
🧩 vielleicht wieder Teil eines Teams sein
Und ehrlich gesagt gefällt mir dieses Puzzle ziemlich gut. Ich möchte meine Selbstständigkeit nicht einfach aufgeben. Aber ich kann mir inzwischen vorstellen, wieder Teil eines Teams zu sein und trotzdem eigene Kund*innen zu begleiten und an meinen Projekten weiterzuarbeiten.
Vielleicht bedeutet Freiheit für mich heute deshalb etwas anderes als vor fünf Jahren. Nicht zwingend, ausschließlich selbstständig zu sein. Sondern entscheiden zu können, wie mein Arbeitsleben aussehen soll.
Denn mein Warum (siehe letzter Absatz) hängt ja nicht an meinem Beschäftigungsmodell.
Passt diese Blogparade zu meinem Business-Blog?
Okay, das ist vielleicht ein etwas harter Übergang vom Persönlichen wieder zurück zum Business. Aber ich denke halt immer strategisch. Deshalb packe ich diesen Punkt noch mit in den Beitrag 😉.
Passt so ein persönlicher Blogparaden-Beitrag überhaupt auf meinen Business-Blog, auf dem es sonst vor allem um SEO, Bloggen und Content-Marketing geht?
Für mich lautet die Antwort in diesem Fall eindeutig JA.
Und ich finde noch eine Frage wichtig: Würde ich den Artikel auch dann auf meinem Blog veröffentlichen, wenn es die Blogparade nicht gäbe?
Schließlich bleibt der Artikel bestehen, wenn die Blogparade längst vorbei ist.
Bei „Warum tue ich mir das eigentlich an?“ musste ich darüber nicht lange nachdenken. Denn die Frage führt ziemlich direkt zu meinen Warum.
Das Thema Selbstständigkeit beschäftigt außerdem nicht nur mich. Viele meiner Leser*innen und Wunschkund*innen sind selbstständig und stehen immer wieder vor der Frage, wie sie ihr Business so gestalten können, dass es zu ihnen und ihrem Leben passt.
Und letztlich zeigt dieser Artikel etwas, was in meinen klassischen SEO-Artikeln vielleicht weniger sichtbar wird: warum ich so arbeite, wie ich arbeite.
Genau deshalb gehört dieser persönliche Artikel für mich auch auf meinen Business-Blog.
Und falls du jetzt wissen möchtest, was Blogparaden eigentlich konkret fürs Marketing bringen können, dann musst du noch ein wenig warten. Denn dazu schreibe ich demnächst noch einen eigenen Beitrag.
Bis dahin gebe ich die Frage dieser Blogparade einfach an dich weiter: Warum tust du dir deine Selbstständigkeit eigentlich an?
Was möchtest du daran auf keinen Fall mehr missen? Und gibt es vielleicht auch etwas, das heute anders aussehen darf als noch vor ein paar Jahren?
Wenn du deine Gedanken mit mir teilen möchtest, schreibe mir einfach eine Nachricht an info@nalu-marketing.de oder via LinkedIn. Ich freue mich, von dir zu lesen.
Bis zum 31.08.2026 kannst du auch noch bei Célines Blogparade teilnehmen.
Hier findest du alle Infos dazu: Blogparade: „Warum tue ich mir das an?“

Hallo, ich bin Nadja Luge,
Expertin für SEO & nachhaltiges Content-Marketing.
Ich unterstütze Selbstständige und Unternehmer*innen dabei, mit Content-Marketing strategisch sichtbar zu werden.
Gemeinsam entwickeln wir Inhalte, die langfristig gefunden werden – mit durchdachtem SEO, einem klar strukturierten Blog und sinnvoll eingesetzter KI.
Für Menschen, die lieber etwas bewirken, als sich zu inszenieren.